ArcheN-Projekt
Schöpfung und Hoffnung bewahren


Ökologische und kollapsbewusste Schule

 



Schule in Verantwortung

Schule erzieht und bildet Kinder und Jugendliche, damit ihre Zukunft gelingen kann. Doch über dieser liegt bereits der Schatten der ökologischen Krisen, die durch das massive Überschreiten der planetarischen Grenzen entstehen. Diese Prozesse sind bereits soweit fortgeschritten, dass wir mit Zusammenbrüchen/ Kollapsen, vielleicht sogar in naher Zeit, rechnen müssen.
Die meisten Kinder und Jugendlichen wissen darum, fügen sich aber der allgemeinen Verdrängung und Ignoranz und setzen sich so nicht mit den neuen Herausforderungen auseinander.
Schule ist aber in Verantwortung für die Bildung und Erziehung der heranwachsenden Generation. Sie muss sich daher diesen negativen Perspektiven stellen und die ihnen anvertrauten Schüler auf eine Zukunft mit ökologischen und sozialen Krisen vorbereiten. Sie muss Ihnen Vorstellungen einer anderen Lebens- und Wirtschaftsweise vermitteln. Sie muss ihre Resilienz stärken und Strategien zur Konfliktbewältigung lehren. Sie muss die Kinder und Jugendlichen stark machen und entsprechend den zu erwartenden Herausforderungen bilden. Nur so kann ihre Zukunft gelingen.


Schritte zur ökologischen und kollapsbewussten Schule

 1. Die Schule stellt sich den Themen von sozialen und ökologischen Zusammenbrüchen (Kollapsen) und neuen Lebensweisen. Sie beschließt, ihre Kinder und Jugendlichen auf die zu erwartenden Krisen und Veränderungen der Zukunft vorzubereiten.
2. Sie entscheidet über die Inhalte und wie sie altersentsprechend zu vermitteln sind. Die Schulgemeinschaft erstellt ein Curriculum und legt fest, in welchen Fächern und Kursen diese Inhalte zu vermitteln sind.
3. Die Pädagogen gehen in den Dialog mit den Erziehungsberechtigten, um sie über ihre Ziele zu informieren und gemeinsam wirksam zu werden. Sie beziehen die Schülervertretung mit ein. Gemeinsam beschließen sie ein schulinternes Konzept zur Umsetzung der Inhalte und Formate.
4. Die Schule setzt zügig die Inhalte in Unterricht und Projekten um. Sie bezeichnet sich als ökologische, kollapsbewusste Schule und kooperiert mit anderen Schulen.

Vorschläge zu Inhalten

- Was bedeutet das Überschreiten von sieben planetarischen Grenzen für unsere Zukunft?
- Wie können wir nachhaltig und verantwortungsbewusst leben? 

- Wie bereiten wir uns auf die globale Erwärmung und auf Extremwetter vor?
- Was bedeutet Postwachstumsökonomie? Wie kann sie umgesetzt werden?
- Welche Ziele und Motive gibt es für das persönliche Leben in einer Zukunft mit anhaltenden ökologischen Krisen?
- Wie werden wir eine resiliente Gesellschaft? Wie können uns Beziehungen dabei helfen? Wie stabilisieren wir uns als Gemeinschaft? Wie kann unser kirchliches Engagement aussehen?
- Wie verändern wir unser Konsumverhalten? Wie leben wir mit weniger zufrieden? Welche Quellen für Sinn und Zufriedenheit gibt es noch im Leben?
- Wie können wir in den Krisen Mensch bleiben? Wie gelingt Gerechtigkeit? 

-Wie werden wir Christen für die Zukunft? Was bedeutet Ehrfurcht vor dem Leben und Ehrfurcht vor der Natur?